Johannes Gutenberg druckte die 180 Exemplare seiner Bibel in Schwarz. Für die Initialen und Ornamente ließ er jeweils einen Freiraum. Der Käufer erwarb kein fertiges Buch, sondern die gedruckten, ungebundenen Bogen sowie eine „regula rubricatorum“, eine Anleitung zur Vervollständigung der Bibel per Hand. Da die Geschmäcker der Käufer, ihre finanziellen Möglichkeiten, aber auch die Fähigkeiten der beauftragten Buchmaler und Vergolder stark voneinander abwichen, unterscheiden sich die heute erhaltenen Gutenberg-Bibeln in ihrer Ausstattung stark voneinander. Als Vorlage für die Ausmalung unserer Reproduktion verwenden wir vorwiegend die als besonders kunstvoll anerkannte Malerei des Exemplars, das in der Staatsbibliothek zu Berlin verwahrt wird.