Handpressendruck Strugalla/Reitz-Sbresny: Vielleicht
Mainzer Plakatgedicht 1
Die Plakatgedichte
von Johannes Strugalla zeigen einerseits graphische und typographische
Inszenierungen und andererseits Interpretationen von Texten zeitgenössischer
Autoren. Sie wurden als Pressendrucke im Hochdruck hergestellt, die
Schnitte vom Stock, die Typographie als Handsatz von Blei- und/oder
Holzlettern gedruckt. Die Schriften stammen teilweise aus historischen
Beständen, sodass das abgenutzte Schriftbild mancher Lettern bewusst eingesetzt worden ist.
Die Veröffentlichung begann anlässlich der
Mainzer Minipressen-Messe 1983. Die Auflagen liegen in der Regel
zwischen 100 und 200 Exemplaren, bisweilen niedriger.
Die
stilistischen Merkmale sind sehr unterschiedlich. Sehr offen angelegt,
näherte sich das Konzept, vom Modell der durch HAP Grieshaber
weitergeführten Text-Bild-Verknüpfung des Expressionismus ausgehend, mit
einer zunehmend bildhafter auftretenden Typographie den Strömungen der
visuellen Poesie.
Inge Reitz-Sbresny: Vielleicht. Handpressendruck von Johannes Strugalla, Edition F. Despalles 1984 (Mainzer Plakatgedicht 1)
Werkdruckpapier, Format: 70 x 50 cm
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